Die private Altersvorsorge gerät im Rahmen der privaten Geldanlage immer weiter in den Vordergrund, denn die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung werden sich wohl weiter reduzieren. Um die Rentenlücke zu schließen, können Anleger dabei auf Rentenversicherungen, Banksparpläne und Lebensversicherungen zurückgreifen, die vor allem Sicherheit und kontinuierliche Renditen bieten. Letztlich werden aber auch die so genannten Investmentrenten immer beliebter.
Im Rahmen einer Investmentrente legt der Anleger einen monatlichen Betrag zurück, der dann in einen Investmentfonds angelegt wird. Dabei können Anleger grundsätzlich frei entscheiden, in welchen Investmentfonds die Einzahlungen fließen sollen. Zur Verfügung stehen neben als sicher geltenden Geldmarktfonds auch Rentenfonds, Mischfonds und Aktienfonds. Für die längerfristige Anlage, die über mehr als zehn Jahre geplant wird, haben sich in der Vergangenheit vor allem Mischfonds und Aktienfonds etabliert. Investieren Aktienfonds ausschließlich in Aktienunternehmen einer bestimmten Branche oder einer bestimmten Region (Deutschland, Europa), können die Fondsmanager bei Mischfonds auch festverzinsliche Wertpapiere und sogar Immobilien beimischen. Daraus folgt, dass das Risiko von Kursschwankungen und Kursverlusten bei Mischfonds etwas niedriger ist, wobei auch hier Verlustrisiken zu bedenken sind.
In jedem Fall bieten Investmentrenten die Möglichkeit, höhere Erträge zu generieren. Je nach gewählten Fonds können Anleger hierbei durchschnittlich 6-9% pro Jahr erzielen, wobei auf Jahressicht sowohl 20% Ertrag als auch 20% Verlust möglich sind. Diese Schwankungen konnten in der Vergangenheit jedoch auf lange Sicht ausgeglichen werden, so dass sich die Anlage gut entwickeln konnte. Sollte das Geld jedoch benötigt werden, ist der Verkauf der Investmentfonds nur zum jeweiligen Rücknahmepreis der Fondsgesellschaft möglich, so dass Verluste nicht ausgeschlossen werden können.
Bei der Wahl einer Investmentrente ist es daher, wie bei anderen Altersvorsorgeprodukten auch, wichtig, die Produkte zu vergleichen, denn nicht jeder Fonds kann die gleiche Qualität aufweisen. Ratings und Rankings unabhängiger Gesellschaften können helfen, eine gute Auswahl zu treffen.
Investmentrenten können zudem nicht nur als klassischer Sparvertrag, sondern auch Rürup- und Riester-Renten können als Investmentrente abgeschlossen werden. Beide Verträge bieten dann die Möglichkeit von Steuervorteilen, die Riester-Rente bietet zusätzliche staatliche Zulagen.
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