Eine private Pflegeversicherung bietet dem Versicherten finanzielle Sicherheit, wenn Pflegebedürftigkeit eintritt. Wer sich aufgrund seines hohen Alters oder seines Gesundheitszustandes nicht mehr selbst versorgen kann, braucht fachmännische Hilfe und die ist teuer und wird in Zukunft auch nicht billiger werden. In Abhängigkeit vom Betreuungsbedarf kann ein Platz in einer Pflegeeinrichtung 3.000 Euro oder mehr im Monat kosten. Dafür reichen die Leistungen, die aus der gesetzlichen Pflegeversicherung kommen, bei Weitem nicht aus, sodass der Rest selbst bezahlt werden muss. Solange der zu Pflegende über ausreichend Vermögen verfügt, ist das auch kein Problem, aber was tun, wenn das Geld alle geworden ist. Natürlich hilft zuerst das Sozialamt, aber das versucht dann auch, sich das s Geld von den Angehörigen wiederzuholen. Mit einer privaten Pflegeversicherung kann jeder verhindern, dass die Kinder unterhaltspflichtig werden. Neben den Pflegerentenversicherungen und den Pflegekostenversicherungen gibt es auch so genannte Pflegetagegeld-Policen.
Bei der Pflegetagegeld-Police bekommt der Versicherte im Bedarfsfall das Geld ausgezahlt und kann darüber frei verfügen. Das bringt den Vorteil, dass das Vermögen geschont oder für andere Dinge verwendet werden kann. Der auszuzahlende Betrag entspricht immer dem, der in der Pflegetagegeld-Police vereinbart wurde, das können 50, 70 oder 100 Euro täglich sein, in Abhängigkeit von der Höhe des Tagesgeldes sind dann die monatlichen Beiträge zu entrichten. Die Pflegetagegeld-Police bietet gegenüber den anderen Pflegezusatzversicherungen den Vorteil, dass die Verwendung des Geldes frei ist. Bei einer Pflegekostenversicherung muss der Versicherte die Kosten nachweisen und belegen, das lohnt sich eher dann, wenn die tatsächlichen Ausgaben für die Pflege die Versicherungssumme übersteigen.
Die Beiträge für Pflegetagegeld-Policen richten sich nach dem Alter und dem Gesundheitszustand des zu Versichernden bei Abschluss des Vertrages, je jünger die zu versichernde Person ist, desto günstiger sind die Tarife. Für Menschen über 50 werden sie dann deutlich teurer. Ein gesunder 30-jähriger Mann bekommt für etwa 20 Euro eine Pflegeversicherung mit einer Leistung von 2.000 Euro. Ein 50-jähriger muss hingegen für 1.600 Euro bei Pflegestufe III schon gut das Doppelte bezahlen.
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