In Deutschland gibt ungefähr 150 Krankenversicherer. Das Versicherungssystem ist in private und gesetzliche Krankenkassen unterteilt. Dass bei allen sowohl die Höhe der Beiträge als auch die Leistungen mehr oder weniger variieren, macht die Wahl zwischen den verschiedenen Anbietern besonders schwer.
Zwischen den gesetzlichen Krankenversicherern schwankt die Höhe der Beiträge weniger stark als zwischen den privaten, unter denen der Konkurrenzkampf um einiges stärker ist. In Bezug auf ihre Tarife sind sie weniger an gesetzliche Bestimmungen gebunden. Aber auch unter den gesetzlichen Krankenkassen lohnt es sich noch, Vergleiche anzustellen. Einsparungen von etwa 30 Euro monatlich sind möglich.
Ein Wechsel zwischen gesetzlichen Krankenkassen ist für jeden möglich, der 18 Monate bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert war. Aber auch der Wechsel von einem gesetzlichen Krankenversicherer zu einem privaten ist nicht nur Besserverdienenden vorbehalten. Freiberuflern, Selbständigen und Studenten steht die private Krankenversicherung, unabhängig von ihrem Einkommen, jederzeit offen. Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse, wird die Beitragshöhe in der privaten Krankenversicherung nicht nach der Höhe des Verdienstes bemessen.
Private Krankenversicherer können ihren Mitgliedern bei geringeren Beiträgen höhere Leistungen anbieten als die gesetzlichen Krankenkassen. Weitere Vorteile der privaten Krankenversicherung sind die Beitragsrückerstattung und der Wegfall der Praxisgebühr bei Arztbesuchen. Nachteile der privaten Krankenversicherung sind steigende Beiträge im Alter und fehlende Möglichkeiten, Familienmitglieder kostenlos mitzuversichern (siehe Familienversicherung).
Deshalb sollte man sich seine Entscheidung für einen bestimmten Krankenversicherer gründlich überlegen. Besonders bei privaten Krankenversicherungen wirkt es sich nachteilig aus, später noch einmal zwischen den Anbietern zu wechseln, weil für die Beitragshöhe das Eintrittsalter entscheidend ist. Bei jedem Wechsel verschlechtern sich aufgrund des inzwischen fortgeschrittenen Alters die Einstiegskonditionen. Verhältnismäßig niedrige Beiträge bieten Direktversicherer an. Diese gibt es inzwischen sowohl bei privaten, als auch bei gesetzlichen Krankenkassen.
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