Die Direktversicherung ist eine Variante der betrieblichen Altersvorsorge und entsprechend nur möglich für Personen, die als Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis bzw. Anstellungsverhältnis stehen.
Der Arbeitgeber schließt hierbei eine Lebensversicherung oder zusätzliche Rentenversicherung für den Arbeitnehmer ab. Der Arbeitnehmer verzichtet im Rahmen einer Gehaltsumwandlung auf einen vorab vereinbarten Teil seines Bruttogehaltes. Dieser Teil darf 1752 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Das so frei werdende Geld gilt als Beitragszahlung für die Direktversicherung. In der Regel kann die Direktversicherung in drei Varianten abgeschlossen werden: als Fondspolice, als Rentenversicherung oder als Kapitalversicherung. Die Versicherungsbeiträge werden direkt seitens des Arbeitgebers an den Versicherer gezahlt. Der Versicherer zahlt dann die Leistungen zum vereinbarten Zeitpunkt an den Arbeitnehmer aus.
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, den Wunsch des Arbeitnehmers nach einer Direktversicherung zu akzeptieren, sofern der Betrieb keine eigene betriebliche Altersvorsorge anbietet. Der Arbeitnehmer hat jedoch keinen Einfluss auf die Wahl des Versicherers, dies obliegt der Entscheidung des Arbeitgebers, wird aber in den meisten Betreiben mit dem Betriebsrat abgestimmt. Als besonders lohnenswert gilt der Umstand, dass die Direktversicherung nicht auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angerechnet wird. Im Falle einer Arbeitslosigkeit besteht die Wahl zwischen einer privaten Weiterführung der Versicherung oder aber einer Freistellung.
Die Versicherung ist nicht betriebsgebunden. Sie kann bei einem Arbeitswechsel mitgenommen werden und wird entsprechend vom neuen Arbeitgeber weiter geführt. Direktverträge können entweder als Einzel- oder aber als Gruppenverträge abgeschlossen werden. Je mehr Arbeitnehmer eines Betriebes der Arbeitgeber über die Direktversicherung versichern will, desto höher üblicherweise die gewährten Rabatte.
Wichtig zu wissen: bei Frauen fällt normalerweise die spätere Rentenauszahlung um circa 9 Prozent geringer aus, als bei Männern, auf Grund ihrer statistisch höheren Lebenserwartung.
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