Eine Risiko-Lebensversicherung soll die finanzielle Lücke, die der Tod eines Menschen und damit ein fehlendes Einkommen nach sich ziehen kann, schließen. Die kapitalbildende Lebensversicherung garantiert dabei nicht nur den Hinterbliebenen die Auszahlung einer Todesfallsumme, sondern sollte der Versicherte das Ende des Vertrages selbst erleben, bekommt er das angesparte Geld samt Verzinsung ausgezahlt. Die Versicherungs-Gesellschaften arbeiten mit den Prämien der Versicherungsnehmer an den internationalen Finanzmärkten. Die daraus erzielten Gewinne werden zusätzlich auf die Versicherten aufgeteilt. Da sich die Finanzmärkte sehr unterschiedlich entwickeln, kann die Höhe dieses Überschusses nicht garantiert werden.
Englische Lebensversicherungen, die seit der Liberalisierung des Versicherungsmarktes ihre Leistungen in ganz Europa anbieten dürfen, haben auf der Insel eine über 200 jährige Tradition. Anders als in den restlichen Ländern des Kontinents garantieren die Briten nur eine relativ niedrige Todesfallsumme. Dafür muss dann auch nur ein geringer Teil der Prämien zurückgestellt werden, es bleibt mehr für die spekulative Anlage, beispielsweise am Aktienmarkt, übrig. Bei einer positiven Entwicklung der Finanzmärkte darf so der Versicherte zum Ablauf seines Vertrages mehr Geld erwarten, in Zeiten der Finanzkrise kann das aber auch schief gehen. Trotzdem haben die englischen Lebensversicherungen in den letzten Jahren Renditen zwischen 10 und 14 Prozent erreicht, deutsche Gesellschaften erwirtschafteten laut der Zeitschrift Focus lediglich 4,3 Prozent. Das Ergebnis einer jeden Lebensversicherung wird wesentlich vom Alter und Gesundheitszustand des Versicherten, sowie von der Laufzeit bestimmt. Vergleichsrechner im Internet helfen, einen optimalen Anbieter zu finden.
|