Die private Auslandsreisekrankenversicherung soll den Versicherten zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung absichern, denn der gesetzliche Schutz ist gerade bei Auslandsreisen nicht ausreichend.
Eine private Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt zum Beispiel vollständig die Kosten der Arztbehandlung sowie aller notwendiger Medikamente, weiterhin wird ein notwendiger Rücktransport bezahlt. Anbieter für private Auslandsreisekrankenversicherungen gibt es zahlreich. So werden sie nicht nur von den privaten Krankenkassen, sondern auch von den gesetzlichen Kassen, Banken sowie Automobilclubs angeboten.
Kunden sollten in jedem Fall vor dem Abschluss die Preise vergleichen. In der Regel sind Policen, die gleich über einen Zeitraum von einem Jahr abgeschlossen werden günstiger. Sie kosten zwischen 5 und 19 Euro pro Jahr. Beachten sollten Kunden allerdings, dass bei einigen Versicherungen nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer im Ausland (etwa drei Monate) versichert ist.
Doch nicht nur der Preis sollte für den Abschluss ausschlaggebend sein, sondern auch die Leistungen. Werden die Arzt- und Medikamentenkosten von den meisten Versicherungen zu 100% übernommen, sieht es beim Rücktransport schon anders aus. Diesen übernehmen einige Versicherungen nur, wenn er medizinisch notwendig ist, andere Gesellschaften übernehmen die Kosten jedoch bereits, wenn der Rücktransport medizinisch sinnvoll ist.
Medizinisch sinnvoll ist ein Rücktransport zum Beispiel, wenn die hygienischen Bedingungen in Deutschland besser als im Urlaubsland sind.
Ein weiterer Unterschied besteht bei der Kostenübernahme bei Fernreisen, denn hier kann ein eventuell notwendiger Rücktransport zusätzliche Gebühren kosten. Aufgrund des Risikos nehmen die Versicherungen auch nicht alle abschlusswillige Kunden an. So werden Personen, die älter als 70 Jahre sind, nur noch von wenigen Gesellschaften versichert.
|