Wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens, so ist auch vor dem Abschluss einer Hausratversicherung ein Preisvergleich nicht nur ratsam, er ist unerlässlich. Schließlich sind nicht nur die mit einer Police abgedeckten Leistungen, sondern auch der Versicherungsbeitrag deutschlandweit und je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Auf den ersten Blick kann der Laie hinsichtlich der versicherten Schäden bei einer Hausratversicherung keine gravierenden Unterschiede erkennen. Mit eingeschlossen sind Beschädigungen durch Brand, Blitzeinschlag, Einbruch, Diebstahl und Unwetter (Sturm). Auch ein eventueller Rohrbruch oder eine Explosion gehört hier noch mit zum Versicherungsschutz. Aber bereits beim Wohnort bzw. der Region finden sich erste Abweichungen. Die Versicherungen sprechen hier von so genannten Tarifzonen, bei denen größere Orte oder Ballungsgebiete wegen des erhöhten Risikos schlechter abschneiden. Wer dagegen in einer 500-Seelen-Gemeinde wohnt, hat hier gute Karten. Nach einem im Januar 2009 erschienen Test der „Stiftung Warentest / Finanztest“) liegt der Tarif für eine Wohnung mit 85 m²; in Freital bei knapp 40,- €, für eine vergleichbare Wohnung in Köln zahlt man aber bis zu 377,- € jährlich.
In groß angelegten Vergleichen haben sich deutschlandweit (neben den Marktführern) einige Versicherer als positiv herauskristallisiert. So belegte beispielsweise die „Docura“ in Berlin den 3. Platz und wurde in München sogar Testsieger aller Hausratversicherungen. Gute Ergebnisse wurden auch „Janitos“ sowie der „NV-Versicherung“ bescheinigt und die „Ammerländer“ ging in Berlin als Testsieger hervor (www.hausratversicherung-testsieger.de). Andere Quellen wie zum Beispiel www.finanzprodukte24.de favorisieren dagegen eher die „Platzhirsche“ wie die DEVK, die Deutsche Familienversicherung oder die AXA.
Letztlich hängt die Wahl der richtigen Hausratversicherung natürlich von mehreren individuellen Faktoren ab, die ein pauschaler Test oder ein genereller Vergleich nicht berücksichtigen kann. Daher ist natürlich das Internet die ideale Informationsquelle. Unzählige Online-Vergleiche und Testseiten erlauben es, individuelle Faktoren wie den Wohnort, die Wohnungsgröße, die Anzahl der Personen und den Wert der Einrichtung zu berücksichtigen. Bei einem durchschnittlichen Hausrat sollte man daher etwa 700,- € pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen, um eine realistische Versicherungssumme zu erhalten.
Vielleicht nur sekundär von Interesse, aber dennoch nicht ganz unbeachtet lassen sollte man bei den Tests der Hausratversicherungen auch die möglichen Zusatzoptionen. Dazu zählt beispielsweise eine Absicherung für Fahrräder, gegen Glasbruch (Ceranfeld, Fenster, Wintergarten) und besondere Wertsachen (Schmuck, Münzen, Gemälde). Auch die Kostenübernahme für eine eventuell notwendig werdende Ersatzwohnung bzw. ein Hotel können im Versicherungsumfang enthalten sein.
Darüber hinaus bietet ein Vergleich der Hausratversicherungen für Bestandskunden die Möglichkeit, seiner eigenen Versicherung mal eine Vergünstigung abzutrotzen, weil die aktuellen Zahlen der Mitbewerber die eigene Verhandlungsposition verbessern können.
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